Archiv für September 2010

Schmutzkampagne beendet

26 September 2010

Ich habe über die Schmutzkampagne, die durch ein investigatives Handeln durch Herrn M. B. über eine Einrichtung gekommen ist, berichtet.

Die Bilder, die damals (so lange ist es noch nicht her, nur einen Monat), bleiben bei den Zuschauern im Kopf und sind nicht mehr rückholbar.

Aber die Folgen, die daraus für die Mitarbeiter und die Einrichtung entstanden sind, sind minimierbar, wenn, Betonung auf wenn, alle, einschließlich die Geschäftsführung zu den Mitarbeitern hält.

Hier in dieser Geshcichte gab es jedenfalls den größtmöglichen Erfolg: Der Beitrag wurde aus dem Netz genommen, der blog eingefroren und es besteht weiterhin ein sachlicher Dialog zwischen Einrichtung und der Redaktion, damit der richtige Weg eingeschlagen werden kann: Wie kommen wir in Zukunft zu einer umsetzbaren und realistischen Pflege?

Der Fisch stinkt vom Kopf…

19 September 2010

Haben Sie auch so eine Woche hinter sich, nach der man sich fragt, wo die einzelnen Tage geblieben sind?

Wenn dann Wochenende ist, hat man meistens ja auch noch ein paar Papierberge abzuarbeiten. Allerdings komme ich zum Beispiel am Wochenende auch zum Nachdenken. Und wenn ich so reflektiere, welche Gegebenenheiten ich in den unterschiedlichen Einrichtungen vorfinde, wird mir einiges deutlich. Besonders fällt mir auf, dass eine stabile Leitung das Wichtigste in einer Einrichtung ist. Stabil im Sinne von Präsenz, Ruhe, Authentizität, Vorbild.

Das sage ich deshalb, weil jede Einrichtung einmal in`s Straucheln kommen kann. Durch wirtschaftliche oder aber andere Aspekte. Dann erst wird deutlich, wie sehr die Leitung ihr “Standing” einsetzen kann.

Eine unsichere, fahrige und dazu noch ziellose Leitungskraft wird es schwer haben, Ruhe in den Laden zu bekommen. Wenn es überhaupt möglich sein wird.

Harmlose Heimaufsicht?

13 September 2010

Es gibt viel Furore um die MDK-Prüfungen, aber ich muss ehrlich sagen, dass ein vorheriges unvorhersehbares Prüfklima mittlerweile zu einem angenehmen Arbeitszusammentreffen geworden ist. Natürlich werden die Einrichtungen, die nach wie vor eine Qualitätsverweigerungstaktik an den Tag legen, aussortiert. Das ist auch richtig… aber die, die gut arbeiten wollen, haben nun ein positives Prüfklima zu erwarten. Das ist klasse und sollte eigentlich immer schon so gewesen sein.

Was aber ist mit der Heimaufsicht? Sie kommen vorher oder nachher und irgendwie findet keine Vernetzung statt. Das liegt sicherlich auch daran, dass es kein flächendeckendes Prüfpapier gibt. Es wird so geprüft, wie es gerade abgesprochen ist oder aber nur die Aspekte unter die Lupe genommen, die aktuell sind. Zu wünschen wäre in Zukunft nun, dass es Absprachen zwischen MDK und Heimaufsicht gibt. Doppelte Prüfungen stellen doppelten Stress für die jeweilige Einrichtung dar. Nachfolgende Prüfungen sind häufig nur noch leere Luft.

Vielleicht gibt es ähnliche Erfahrungen, wir sind gespannt.

Noten fast ohne Aussagekraft

6 September 2010

Da besucht ein bekannter Fernsehsender, der eigentlich für seine objektive Arbeit bekannt ist, den MDK in Hamburg. Inhalt des Gesprächs ist die Aussagekraft der Pflegenoten. Dahinter steckte ein angeblicher Skandal in einem Pflegeheim, welches jedoch vorher die Note 2 vom MDK bekam. Natürlich interessierte nun den Journalisten, wie das sein könne.

Gute Noten mit Pflegeskandal?

Nun zur Kameraführung:
Kamera
auf den Kopf der Gesprächspartnerin gerichtet: Unsicherheit wird deutlich, die Gesichtszüge sagen nicht viel aus, außer die Hoffnung, dass dieses Gespräch bald vorbei sein solle. Inhaltlich hört man, dass der Verbraucher eben selbst auch auf einzelne Noten schauen muss und dass nicht der Garten, sondern die Pflege wichtig ist.

Kamera auf die Hände der Gesprächspartnerin gerichtet: Die Hände leicht übereinander geschoben, Unsicherheit, die Nicht-wissen-was-man-sagen-soll-Haltung.

Fazit: Eine Leitungskraft des MDK, die eine zwiespältige Haltung zu ihrer eigenen Arbeit hat. Denn was man als Zuhörer und Zuschauer gesehen hat sagt aus, dass es eben Regelungen zu den Prüfungen gibt, die man eben umsetzen müsse, ob man wolle oder nicht. Ob sie inhaltlich sinnvoll sind, stehe auf einem ganz anderen Blatt.

Danke, dann werden wir weiterhin geprüft, von Prüfern, die eigentlich auch nicht wissen, ob und wie sinnvoll das ganze Szenarium ist.