Archiv für April 2010

Rückschau auf die MDK-Prüfung

30 April 2010

So, nun sind ein paar Tage vergangen und ich möchte und soll ein paar Worte über die MDK-Prüfung verlieren… schließlich steht sie uns allen in`s Haus.

Wie schon erwähnt, war die Atmosphäre zwischen der Einrichtung und den Prüfern sehr angenehm. Unsere Mitarbeiter sind sehr nett beraten und begleitet worden. Jegliche Hektik wurde vermieden, die Prüfer gaben sich redlich Mühe, die Abläufe nicht zu stören.

Natürlich war es für uns alle sehr anstrengend, denn wir wissen, es handelt sich immer auch um eine Augenblicksanalyse. Da kann einfach viel schiefgehen.

Nun warten wir auf das Ergebnis. Ich habe schon das Gefühl, dass wir hier ein wenig strenger als andere Einrichtungen unter die Lupe genommen wurden. Aber vielleicht ist es auch einfach das Spiel. Ich treffe die Prüfer ja häufig in Einrichtungen, die mich schnell zur Hilfe holen. Nun wurde mein eigenes Qualitätskonzept untersucht… Wir werden sehen.

Gute Atmosphäre

29 April 2010

Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich sehr streitbar bin, wenn ich etwas für nicht richtig halte. Und die meisten, die mich beruflich kennen, wissen auch, dass ich mir manch einen Kampf mit einem unhöflichen oder unkorrekten MDK-Prüfer geleistet habe. Auch habe ich kein Problem, bis ganz nach oben zu telefonieren und mein Anliegen dort vorzubringen. So manch eine Dienstanweisung oder Abmahnung hat Wirbel ausgelöst. Keine Sorge, es war berechtigt, denn ein Prüfer hat nicht das Recht, sich die Akten von Pflegemitarbeitern tragen zu lassen und selbst mit leeren Händen die Treppe hoch zu laufen oder den Mitarbeiter auf den Knien vor dem Computer hocken zu lassen und selbst den Stuhl zu nehmen. Beleidigungen gehören sich auch nicht.

Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Die Prüfer der Ära Transparenzkriterien sind eine andere Schulung durchlaufen, als die früheren Mitarbeiter.

Höflichkeit, Korrektheit, Angemessenheit, Beratung, diese Begriffe passen außerordentlich. Dies sollte allesn, die ihre Prüfung noch vor sich haben, Mut machen, sich weiterhin gut vorzubereiten. Angst braucht man nicht zu haben. Es findet sich auch keine Vorwurfshaltung mehr. Diese war ja in früheren Zeiten oft zu merken. Es hat sich viel getan, das ist gut. Mein persönlicher Rückblick auf meine MDK-Prüfung vom Anfang der Woche folgt in den nächsten Tagen. Ich brauche noch etwas Zeit, denn es war die 10.Prüfung in diesem Jahr und wenn man selbst geprüft wird, muss das Ereignis etwas sacken. Also kleinen Moment Geduld mit mir.

Eigener Herd

29 April 2010

ist Goldes wert… das gilt auch für eine MDK-Prüfung!

Ich kann immer viel erzählen, wie man es machen soll, wie man sein Handbuch aufbauen und pflegen soll…. mit dem Ziel, bei einer Prüfung nur noch die Seite aufschlagen zu müssen.

NUN hatte ich selbst meine MDK-Prüfung und habe genau das versucht. Ordner bereit gestellt und gehofft, dass meine Rechnung aufgeht. Frage hören, richtigen Ordner nehmen und Dokument aushändigen.

Und es hat geklappt, jawohl.  Aus ganzem Herzen muss ich betonen, denn die Strategie, sich ein Handbuch zuzulegen, welches alle Qualitätsbausteine enthält und eine große Erleichterung darstellt, ist richtig und wichtig. Für alle, denn es muss niemand laufen, um irgendwelche Unterlagen zu holen.

Dass auf Nachfrage dieses oder jenes Papier aus dem Archiv geholt werden muss, ist unumgänglich. Das hat aber nichts mit der guten Vororganisation zu tun.

Ich sehe in der selbst verhängten Verpflichtung, z. B. in Bezug auf eine Zertifizierung einen großen Vorteil. Man ist in der Lage, alle Transparenzkriterien und die prüfrelevanten Aspekte schnell und unkompliziert konzeptuell einzufügen.

Dumm gelaufen

24 April 2010

Das ist aber ärgerlich und nicht mehr zu retten… habe ich gedacht, als ich den Schlamassel gesehen habe.

Da hat eine Einrichtungsleitung eine wunderbare Strukturqualität erarbeitet, besser als der MDK erlaubt und hat leider bei der Qualitätsprüfung grottenschlecht abgeschnitten. Wie kann das wohl sein? Da dieser blog sich rund um die Zertifizierung dreht, hat diese Geschichte natürlich auch damit zu tun.

Es ist foldendes passiert: Die PDL hat wie gesagt eine schöne Strukturqualität erarbeitet und dies auch in ihren Ordnern entsprechend ihrer Ideen abgeheftet. Nun stand eine Prüfungskommission des MDK in der Tür und die wissende PDL musste aus privaten Gründen die Einrichtung in der Prüfungssituation verlassen. Ab dem Zeitpunkt haben die Prüfer nichts mehr gefunden. Denn die Person, die dann das Gespräch übernommen hatte, konnte die Nachfragen der Prüfer nicht mehr erfüllen. Sie wusste schlichtweg nicht, wo sich einzelne Unterlagen befanden. Und was nicht vorgelegt wird, ist auch nicht vorhanden.

Das ist ein Drama, denn nun habe ich mir die Unterlagen noch einmal angesehen und sie waren absolut vorzeigbar. Natürlich liegt dies nicht an den Prüfern, diese setzen voraus, dass stets jemand anwesend ist, der Auskunft geben kann. Das muss ja sowieso der Fall sein, denn das QM muss ja auch laufen, wenn die PDL nicht da ist.

Dies ist wirklich ärgerlich, denn natürlich kann man nun nicht hingehen und dem MDK sagen: Es war doch dieses und jenes da… Das ist Pech und sollte für die Zukunft anders geregelt werden. EINE gute Struktur, die alle verstehen und auf Nachfragen schnell eingesehen werden kann, das ist die Lösung. Sehr schade!

Läuft alles rund?

22 April 2010

So, nun bin ich bald bereit, nach einigen Excel-Tabellen wird auch mir langsam klar, worauf es ankommt. Denn ich habe ständig das Gefühl, ich würde nicht genug für meine Zertifizierung tun. Irgendwie muss ich doch etwas abliefern… Schließlich möchte ich gut sein.

DENKEN Sie auch so? Sind Sie in Ihrer Einrichtung auch schon so konditioniert, dass immer alles besser, schneller und effektiver gehen muss?

Dann kommen Sie mal `runter, wenn ich das so  sagen darf. Es geht um etwas ganz anderes. Es geht darum, Ihre bisherigen Abläufe zu beschreiben, eben nach dem PDCA-Prinzip abzuklopfen. Es ist nicht Ziel der Zertifizierung, neue Prozesse zu erfinden.

Die Güte Ihrer vorhandenen Prozesse wird angesehen, dokumentiert und zielgerichtet auf die Kundenzufriedenheit ausgerichtet. Diese steht im Vordergrund.

Mein Berater von HANSE-Cert CONTOR hat mich zumindest wieder auf den Boden zurück geholt. Ehrlich gesagt, habe ich etwas Panik vor meiner eigenen Hochmütigkeit bekommen. Warum sollte ausgerechnet ich gut genug für eine Zertifizierung sein?

Auf dem Boden zurück: Nun sorge ich für die Verbesserung der Prozesse im Sinne der Kundenzufriedenheit und das wird eben bald durch ein Audit geprüft.

Schlankheitsverbot

17 April 2010

… gibt es bei uns nicht! Ich habe beschlossen, nur das an Zertifizierungsaufwand zu akzeptieren, was sein muss! Und mein Zertifizierungsberater hat mir heute eine email geschrieben, es wird so schlank wie nur möglich. Danke Danke, so soll es sein.

Meine emotionalen Ausbrüche sind nicht nur peinlich, sondern auch für Sie interessant. Denn ich schreibe hier von meiner Zertifizierung, um Ihnen den Weg zu ebnen, es selbst zu tun.

Und zwar nicht so, dass Sie ständig nur Zettel produzieren müssen und im Endeffekt froh sind, wenn alles vorbei ist. Nein, Sie sollen bestimmen, was über die Notwendigkeiten hinweggehen soll. Sie sind der Dreh- und Angelpunkt, nicht irgendein Berater, der nur Geld verdienen will.

Ich bin nun kurz davor, pflege nun die vorhandenen und notwendigen Unterlagen, so dass ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess deutlich wird.

Der nächste Schritt wird nun die Bearbeitung meines Handbuchs sein, aber wie gesagt, ganz schlank.

Hört sich gut an, oder?

Ach und noch etwas: In den letzten Wochen habe ich drei Prüfungen begleitet, durchgeführt. Wer stand wohl besser da? Die mit Kraut und Rüben im Handbuch ohne Struktur? Oder die, die ihr Handbuch bereits nach einer festen Struktur angelegt haben?

Dies gilt übrigens auch für alle Abläufe im Hygienemanagement. Und in der Hauswirtschaft und und und.

Versionen sind notwendig

12 April 2010

Zettel, Zettel und niemand weiß mehr, ob das denn nun der aktuelle ist oder nicht. Der eine meint, den hätte man doch gerade erst bearbeitet… der nächste sagt, das könne gar nicht sein, dann hätte er diesen doch eingeheftet…

Vielleicht kommt Ihnen das bekannt vor? Das ist ja keine böse Absicht, aber es behindert das Auffinden von aktuellen Unterlagen.

Natürlich kenne ich das Phänomen auch, habe ja auch mit vielen Zetteln zu tun. Daher habe ich mir den Vorsatz vorgenommen: So wenige Bögen wie möglich und so exakt wie möglich. Dann kann ich gut mit Versionsnummern arbeiten. Der erste Bogen erhält die Nummer 001, der nächste 002 usw.

Haben Sie da auch ein sortierteres Gefühl? Ich könnte es mir durchaus vorstellen. Versuchen Sie es einmal. Wenn man seine Einrichtung zertifizieren lassen möchte, hat man keine andere Wahl.

Für alle, denen morgen ein zwangsläufiges sortiertes Ereignis wie eine MDK-Prüfung ins Haus steht: Kopf hoch, auch gut sortiert anfangen. Konzentrieren und durch. Wir drücken die Daumen!

Gut strukturiert hat klar gewonnen

9 April 2010

Das ist ärgerlich… da scheitert ein gutes Qualitätsprüfergebnis an der Unordnung im Büro. Immer wieder sehe ich dieses Fiasko!

In der letzten Wochen bin ich bei drei Qualitätsprüfungen mitgegangen und habe  wieder einmal festgestellt: Es muss gar nicht alles da sein, aber was da ist, sollte gut strukturiert sein.

Ich bin dafür das beste Prüfmittel, denn ich kenne natürlich nicht die Handbuchablage aller Pflegeeinrichtungen, die mich zu einer Prüfung bitten. In der Prüfungssituation muss ich aber alle erfragten Unterlagen schnell finden können. Das ist existenzssichernd für die Einrichtung während einer MDK-Prüfung. Wenn ich als Außenstehender die Umsetzung der Expertenstandards und die Verfahrensanweisung zum Umgang MRSA schnell finden kann, ist dies ein gutes Zeichen. Zwar kann ich mich schnell in eine Struktur hineindenken, aber eben nicht in ein Gewusel.

Zur Überschrift zurück: Ich bin mittlerweile ein großer Fan von Zertifizierungsmaßnahmen. Endlich, endlich kommt damit Ordnung in das Büro. Dann können die Zettel einfach nicht wild durcheinander fliegen, denn es gibt ein festes Verfahren.

So soll es sein und so übersteht an eine Prüfung auch mit Bravour. Denn: Jeder Prüfer ist genervt, wenn man erst lange suchen muss, um die vozuhaltenden Unterlagen zeigen zu können. Zu recht.

Aus diesem Grund kooperiere ich mit unserem Partner HANSE Cert CONTOR. Denn ich lasse mich selbst von ihnen zertifizieren und kann diese Firma daher als Partner empfehlen. Haben Sie keine Scheu,  sich bei Fragen an den Partner zu wenden. Oder stellen Sie erst mir Ihre Frage (www.anke-petra-peters.de ) und ich leite sie weiter. Das kostet nichts und Fallstricke gibt es auch nicht. Hier gibt es wenigstens kein technisches Kauderwelsch, sondern eine Beratung von Zertifizierungs- und fachlicher Seite. Viel Erfolg!

Setzen sechs!

6 April 2010

Das ist wohl das Schlimmste, was mir passieren kann, wenn der Auditor kommt und meine Unterlagen prüfen will… Tolle Werbung, Anke!

Da ist man doch froh, eine Zertifizierungsfirma zu haben, die stets am Ball ist. Einen Berater, der sich immer wieder einschleicht und sagt: Anke weitermachen, noch mal oder ändern.  Und nicht locker lässt!

Es muss einem klar sein, das solch eine Zertifizierung erst mal wahnsinnig viel Arbeit macht und ein schönes Ergebnis erst später erscheint.

Mein Ergebnis wäre dann ein vorzeigbares und Vertrauen erweckendes Zertifikat, Ihr Ergebnis allerdings ist noch mehr wert. Denn bei einer Qualitätsprüfung durch den MDK wird schon zu Beginn gefragt: Sind Sie zertifiziert? Damit haben Sie Pluspunkte und werden unter Umständen nicht !! jährlich überprüft. Denn Sie zeigen, dass Sie Qualität in den Vordergrund stellen.

Hier noch ein Kompliment an meinen Berater von HANSE Cert CONTOR: Für uns werden schlanke Handbücher gebastelt, keine ausufernden Werke, die eh niemand liest… das hört sich doch gut an, oder?

Schlankes Handbuch… oder wovon träumen Sie?

Hygiene, unser Stiefkind

4 April 2010

Oh ja, die Hygiene, die ist immmer zuletzt dran… besonders in den Pflegeeinrichtungen. Das liegt daran, dass man die Gefährdungen oft nicht sehen kann, keine Erfolge offensichtlich machen kann. Die kleinen gefährlichen Bakterien sind nun mal unsichtbar (für unser Auge).

Wie Sie wissen, berate ich viele Einrichtungen im Gesundheitssystem und habe die Erfahrung gemacht, dass Einrichtungen, die zertifiziert sind, ein besser funktionierendes Hygienemanagement haben, als die ohne ausgezeichnetes Qualitätsmanagement. Das liegt nicht daran, dass es in zertifizierten Einrichtungen schlauere Menschen gibt, nein. Es liegt daran, dass ein gelebtes Zertifizierungsverfahren dafür sorgt, dass Verfahren und Maßnahmen regelmäßig und nachweisbar überprüft werden müssen. Das allein ist das Geheimnis. Und wenn wir alle wissen, dass gerade in der Pflege so viel zu beachten ist (es gibt mehr Regelungen als für den Betrieb eines Atomkraftwerks), wissen wir auch, dass die “scheinbar” unsichtbaren Dinge liegen bleiben. Und das ist dann  die Hygiene. Ändern Sie das, ein stets gepflegtes Hygienemanagement rettet Leben und den Ruf Ihrer Einrichtung.